Erste Entscheidung in drei Sekunden
Wenn jemand auf Ihrem Profil landet, findet er in Sekunden eine Entscheidung: Folgen oder nicht? Diese Entscheidung fällt im Wesentlichen auf Basis von drei Dingen: Bio, Feed-Grid und Name. Die Bio ist dabei der einzige Ort, an dem Sie aktiv etwas sagen können.
Instagram bietet 150 Zeichen für die Bio. Das ist wenig. Aber es reicht. Wer diese 150 Zeichen nicht strategisch nutzt, verschenkt Potenzial bei jedem neuen Profilbesucher – und das können Hunderte pro Tag sein.
Was hinein muss – in welcher Reihenfolge
Eine funktionierende Instagram-Bio folgt einer klaren Logik: Wer Sie sind, was Sie machen, für wen und warum jemand folgen sollte.
- Erste Zeile: Wer Sie sind oder Ihre Kernpositionierung (wird im Feed angezeigt)
- Zweite Zeile: Was Sie anbieten oder wofür Ihr Content steht
- Dritte Zeile: Sozialer Beweis oder einzigartiges Merkmal
- Vierte Zeile: Call to Action mit Link-Hinweis
Was Sie sofort ändern sollten
Zeilenumbrüche und Emojis sind kein Problem – übermäßiger Einsatz schon. Eine Bio, die aus zwanzig Emojis und drei Substantiven besteht, kommuniziert nichts. Genauso wenig eine Bio, die so viel versucht zu sagen, dass nichts hängen bleibt.
- Zu vage: Content Creator | Living my best life – wer sind Sie wirklich?
- Zu komplex: Lange Sätze funktionieren nicht – komprimieren Sie
- Kein CTA: Wer einen Link hat, zeigt ihn nicht – verschenkte Opportunity
- Keine Aktualisierung: Bio wurde vor zwei Jahren geschrieben und spiegelt heute nichts mehr wider
SEO-Signal auf Instagram
Das Namensfeld – nicht zu verwechseln mit dem Benutzernamen – ist durchsuchbar auf Instagram. Wer dort nicht nur seinen Namen, sondern auch relevante Keywords einfügt, wird bei passenden Suchanfragen gefunden. Sarah Köhler | Content-Strategin erscheint bei der Suche nach Content-Strategin – ein reiner Name nicht.
Das ist einer der simpelsten und wirkungsvollsten SEO-Tricks auf Instagram – und wird von der Mehrheit der Accounts nicht genutzt. Eine Änderung, zwei Minuten Aufwand, dauerhafter Effekt.
Eine URL, viele Ziele
Instagram erlaubt einen Link in der Bio. Wer mehrere Ziele hat – Website, aktuelles Angebot, Newsletter, YouTube – sollte einen Link-in-Bio-Dienst nutzen. Aber weniger ist mehr: Fünf Links ohne klare Hierarchie sind schlechter als ein klarer primärer Link.
Passen Sie den Link regelmäßig an aktuelle Kampagnen, Launches oder Inhalte an. Wer den Link seit einem Jahr nicht geändert hat, verliert Conversion-Potenzial bei jedem neuen Profilbesucher.